Mai
29
2015

Wie ich es auf ein Windrad schaffte {otelo #surfchallenge}

Vor ein paar Monaten, genau genommen am 4. März 2015 bekam ich eine E-Mail von Otelo*, die mich zu einer Challenge einluden. Die Aufgabe lautete wie folgt: “In einem Blogbeitrag zeigst du uns den ungewöhnlichsten Ort, an dem du mit deinem Surfstick / deiner Surf-SIM ins Internet gehst oder deine Blogbeiträge schreibst.” So weit so gut. Ich nahm die Herausforderung an und hatte bis heute Zeit, meinen Blogeintrag einzureichen. Deshalb geht es auch heute in dem Post, wie ich meinen ungewöhnlichen Ort fand und was alles passiert, bis ich dann endlich dort oben stand und meinen Surfstick an meinen Laptop schloss..



Fangen wir als ganz am Anfang an. Als ich meinem Freund von der Idee erzählte, war er sofort Feuer und Flamme für dieses Projekt. Er sprudelte nur so von Ideen, wie z.B. einen alten Laptop nehmen und Unterwasserfotos schießen oder bei ihm auf der Arbeit (Er arbeitet bei einem Flugzeugunternehmen) in eine Flugzeugturbine klettern. Alles ganz schön cool, aber teilweise doch zu schwierig umzusetzen. Für alle, die jetzt ihre Stirn runzeln und denken: “An so einem Ort bloggst du doch gar nicht.” Das stimmt natürlich. Ich werde niemals auf einem Flug oder auf dem Grund eines Sees meine Blogposts schreiben. Dennoch sollte es darum gehen, einen ungewöhnlichen Ort zu finden, also bitte habt einfach im Hinterkopf, dass ich zumindest 1x ein paar Zeilen an diesem Ort schrieb.

Wie gesagt, in der Theorie hörte sich das toll an, war aber dann doch schwer umzusetzen. So verging die Zeit. Ich hatte ja noch Uni und Arbeit nebenbei laufen, hatte jedoch im Hinterkopf weitere Überlegungen angestellt. Letztendlich kamen meine lieben Eltern auf die Idee, die wir dann auch umgesetzt haben. Er meinte, dass er einen Freund kennt, der einen Freund kennt, der ein Windrad besitzt. Bei dieser Idee war ich sofort begeistert. Wenn ich auf dem Weg von Berlin nach Hamburg im Bus sitze, fahre ich immer an den Windrädern vorbei und stellte mir oft vor, wie es wohl wäre, einmal dort oben zu sein.





Was ich bis dahin noch nicht wusste: Es sollte noch sehr schwierig werden, bis ich da oben erstmal bin. Der Freund meines Vaters wurde also angerufen und nach der Nummer des Windradbesitzers gefragt. Beim ersten Gespräch schien er ganz offen und freudig und wir waren zuversichtlich, dass alles klappen würde. Leider wurde die Aktion über die Wochen wieder ein wenig vergessen und der Windradbesitzer meldete sich nicht mehr. Wir schrieben ihm Termine, an denen wir könnten, schrieben ihm SMS und riefen an. Trotzdem war der Kontakt nur sehr zäh. Wir wurden oft vertröstet und ich hatte die Hoffnung schon wirklich fast aufgegeben. Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass er auch einfach unglaublich viel zu tun hat und es sicher nicht mit Absicht tat, um uns abzuwimmeln. Irgendwann erreichten wir ihn dann und er meinte, es müsste ein Sicherheitsmann mit hoch kommen, den er erstmal bei den Behörden beantragen müsste. Also nochmal warten.



Am Freitag, dem 22.05.2015, also eine Woche vor Einsendeschluss, kam dann die Absage: Die Behörden könnten erst frühsten Juli jemanden stellen, der uns begleitet. So sah es also aus, als würde es wohl doch nicht klappen. Dennoch hatte der Windradbesitzer eine andere Idee. Zufälligerweise sollte ein Freund in der nächsten Woche zu Besuch kommen, der dazu befähigt ist, uns mit rauf zu nehmen. Es ginge dann aber nur am 28.05.2015, also gestern. Jedoch war er eigentlich mit seiner Frau im Urlaub und hatte sich extra für uns die Zeit genommen!

Ich dachte mir, dass es zwar sehr knapp ist, aber wenigstens bekommen wir die Chance und ich muss dann einfach noch eine Nachtschicht einlegen, damit ich den Post heute pünktlich online stellen kann. Mir war alles egal, Hauptsache ich könnte da noch hoch und meine Fotos machen!

Ein paar Tage davor kam dann plötzlich eine Unwetterwarnung für den Donnerstag im Gebiet wo das Windrad steht. Wenn der Wind zu stark ist, dürfen keine Personen mehr dort hoch aus Sicherheitsgründen. Außerdem wird es schwierig, wenn es regnen sollte, auch Fotos machen zu können. Ich redete mir natürlich ein, dass die Wettervorhersagen sehr oft nicht stimmen und das Wetter sich auch nochmal drei Mal ändert, bevor der eigentliche Tag anbricht. Leider blieb auch die nächsten Wochen die Warnung weiter bestehen.

Trotzdem fuhren wir gestern los. Ca. 100km weit entfernt von Berlin. Ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr angespannt war. Wir kamen auch in ein paar Regenschauer, die die Anspannung nur verschlimmerten und da die Absprache die letzten Wochen so unsicher war, wollte ich mir nicht allzu große Hoffnungen machen, bis ich vor dem Windrad stehe. Dadurch, dass es ein Tag vor Teilnahmeschluss war, hätte ich auch wirklich nichts anderes abgeben können, wenn das nicht geklappt hätte.







Doch zum Glück stand ich dann dort vor dem Windrad und ihr könnt mir glauben: Es ist noch viel größer als man es sich vorstellt. Es war echt atemberaubend, als ich dann im Windrad drin stand. Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, wie es da wohl drin aussieht und war dann umso überraschter, als ich es dann sah.

Rauf konnte man nur mit einer Gondel, die und hoch fuhr. Man hätte auch die Leiter nehmen können, jedoch hätte ich das wohl nicht lange durchgehalten. Da war mir das schon lieber. In die Gondel passten nur zwei Personen. Wir waren zu dritt, weshalb der Sicherheitsmann zwei Mal gefahren ist. Mit der Gondel zu fahren ist echt kein Problem. Nur hatte sie sich, kurz bevor wir oben angekommen sind, nicht richtig eingehängt, weshalb sie nicht gerade nach oben fuhr, sondern gegen eine Stange stieß. Das war so ein unglaublicher Lärm und die Gondel schaukelte gefährlich hin und her. Ich muss zugeben, dass ich da wirklich etwas Angst hatte.





Ansonsten nahm ich alles ziemlich locker. Ich habe zum Glück keine Höhenangst, weshalb es mir nichts ausmachte, so weit oben zu sein. Bevor wir dann in den Maschinenraum kamen, musste man dann doch noch ein paar Stufen auf der Leiter hoch steigen, was ich aber gerade so geschafft habe. ;)

Oben endlich angekommen ist schon allein der Maschinenraum total beeindruckend. Man erahnt überhaupt nicht, was in so einem Windrad alles drin steckt, wenn man es sich nur von außen ansieht. Es hat ganz schön geschwankt und erinnerte so ein bisschen an das Schwanken auf einem Schiff. Von da aus gab es dann noch eine kleine Leiter, von der man dann auf das Windrad raufklettern konnte und ich kann euch sagen, das war vielleicht ein Blick!





Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, als ich dann 150m in der Höhe auf dem Windrad saß. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und fühlte mich total wohl dort oben. Nachdem ich dann wieder gesichert wurde, wurde der Wind auch schon etwas stärker und es kamen ein paar bedrohliche Regenwolken auf uns zu. Daher mussten schnell Fotos gemacht werden!

Ehrlich gesagt hatte ich ja an den Part mit dem Laptop gar nicht gedacht. Denn als er mir mit dem Stick gereicht wurden, hatte ich plötzlich total Angst, dass er mir runterfallen würde. Deshalb krallte ich ihn fest an mich und versuchte trotz des starken Windes noch gute Fotos zu machen.



Auf dem Bild Nummer 11 ist auch das Beweisfoto, dass ich auch wirklich Internet hatte und dort meinen Blogpost “theoretisch” hätte schreiben können. Ich denke, daher kann man das noch als ungewöhnlichen Ort zählen. Ich war auch wirklich schon fast etwas traurig, als es dann hieß, dass wir jetzt wegen des Regens wieder runter gehen.

Nun ein kurzes Augenmerk auf den Surfstick. Denn schließlich ist dieser kleine Stick irgendwie auch dafür verantwortlich, dass ich dort oben gelandet bin. Otelo* ist eine Tochterfirma von Vodafone und eine günstige Alternative, wenn man andere Vertragspreise viel zu hoch findet. Bei dem Surfstick kann man zwischen verschiedenen Buchungspaketen* wählen. Von 9 Minuten (500MB) für 19 Cent bis hin zu 30 Tagen (3 GB) für 19,99€. Gerade für mich ist es natürlich extrem praktisch, wenn ich so einen Stick auf den Reisen von Berlin nach Hamburg habe. Zwar hat man auch im Bus auch W-Lan, jedoch ist das meist eher bescheiden.
Und ich fand wirklich beeindruckend, dass obwohl wir wirklich in der “Pampa” waren, ich trotzdem 100% Empfang hatte (Den Beweis seht ihr auf Foto Nummer 4).

Es war für mich eine unglaubliche Erfahrung und auch wenn es vielleicht nicht auf meiner Wunschliste stand, hab ich mir jetzt trotzdem den Traum erfüllt, einmal auf einem Windrad zu sitzen. Und jetzt werde ich wahrscheinlich jedes Mal daran denken, wenn ich mit dem Bus von Berlin nach Hamburg an den Windrädern vorbei fahre!

Liebe Grüße
Laura

* Ich bedanke mich bei Otelo für die schöne Kooperation und für den Anschubs manchmal etwas wirklich Ungewöhnliches zu tun.

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Mai
26
2015

{Tasty Tuesday} – Limetten-Basilikum-Limonade

Manchmal werde ich gefragt, woher ich denn meine Inspiration für die Themen auf meinem Blog nehme. Klar, es gibt Pinterest, andere Blogs etc…, aber oft gibt es auch Dinge aus dem täglichen Leben, die mich einfach so sehr inspirieren, dass sich daraus ein Blogpost entwickelt. Ein gutes Beispiel dafür ist dieser Post hier. Letztens ging ich mit einem Freund von mir im Burgerladen “Hans im Glück” essen. Dort gibt es unglaublich leckere Icetees, Limonaden und vieles mehr. Er bestellte sich Limetten-Basilikum-Limonade. So langsam erkennt ihr schon den Zusammenhang, oder? Als ich davon kostete, war ich so begeistert von dem Geschmack, dass ich mir dachte: “So was musst du unbedingt nachmachen!” Und nun sind wir hier..




Es hat so erfrischend und lecker geschmeckt, dass meine Rhabarber-Apfel-Limonade, die ich mir bestellte, eher fad war.. Ehrlich, am liebsten hätte ich direkt getauscht. Nun war jetzt auch vor kurzem die Fliederzeit und ich habe bei meiner Mama diese tollen Bügelflaschen entdeckt, dass bei mir der Gedanke wieder aufkam, dass ich das doch mal nachmachen wollte. Also schnell ein Rezept im Internet gesucht, es nach meinen Wünschen etwas abgeändert und in Flaschen gefüllt.






Zutaten:
65 g Zucker
30 große Basilikumblätter
5 Limetten
600ml Sprudelwasser
65ml Wasser in einen Topf geben und erhitzen. Den Zucker dazu geben und solange verrühren, bis sich der Zucker im Wasser vollständig aufgelöst hat. Anschließend vom Herd nehmen.

Die Basilikumblätter waschen, abtupfen und mit einem Mörser grob zerkleinern. Anschließend zum Zuckerwasser geben und mind. 40 min ziehen lassen.

Die Limetten auspressen, sodass 100ml Saft daraus entstehen. Den Basilikum vom Zuckerwasser durch ein Sieb trennen. Das Zuckerwasser und den Limettensaft anschließend vermischen und mit Sprudelwasser auffüllen. Anschließend in die Flaschen füllen. Fertig!

(Originalrezept)





Ich hatte bei diesem Shooting irgendwie so viel Spaß. Flieder ist ein bezauberndes Model und ich bereu es etwas, dass ich nur so wenig Posts mit Flieder gemacht habe! Meine Freundin hat übrigens letztens Fliedersirup gemacht. Leider ist er ja jetzt schon verblüht, aber er hat so lecker geschmeckt, dass ich mir auch überlegt habe, ob ich nicht nächstes Jahr auch Fliedersirup selber mache und es hier auf den Blog stelle.

Ich liebe es einfach, wenn meine Posts entstehen, weil ich etwas im Alltag gesehen oder erlebt habe. Das ist für mich meistens die schönste Inspirationsquelle!



Und was ist mit euch? Seid ihr auch so ein Limonadenfan? Was sind eure Lieblingslimonadenrezepte?

Liebe Grüße
Laura

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Mai
23
2015

Gedanken über den Bachelor {Ängste, Hoffnung, Ziele, Wünsche..}

Irgendwie ist es ein wenig surreal, dass ich diese Zeilen nun schreibe. Habe ich nicht gerade eben erst Abi gemacht? Habe ich nicht gerade eben erst mein FSJ begonnen? Habe ich mich nicht gerade eben erst für ein Studium eingeschrieben? Scheinbar nicht, denn heute schreibe ich über ein Thema, dass mich schon seit ein paar Monaten beschäftigt: Ich stehe kurz vor meinem Bachelor. Das hier ist einer dieser Momente, wo einem wieder mal bewusst wird, wie unglaublich schnell die Zeit vorbei geht. Bis vor kurzem war ich doch nur ein kleiner Ersti und nun gehöre ich zu denen, die bald das Studium abgeschlossen haben. Heute möchte ich einfach einmal darüber schreiben, was mich schon seit Monaten beschäftigt und ich hoffe, ihr hört mir gerne zu..



Ehrlich gesagt habe ich schon… naja sagen wir… Respekt vor der Bachelor-Arbeit. Ich weiß.. ich kenn die Sprüche: “Es ist doch nur wie eine große Hausarbeit.”, “Du darfst es nicht so lange vor dich her schieben, dann kommt es dir nur noch schlimmer vor.”, “Wenn dus hinter dir hast, wirst du merken, dass es doch gar nicht so schlimm/viel/groß war.”. Ja, ja genau solche Sprüche habe ich in letzter Zeit oft genug gehört. Dabei plagen mich ganz andere Ängste. Ist mein Thema gut gewählt? Kann ich bei diesem Thema gut forschen, viele Interviews führen, etc.? Kann ich am Ende überhaupt etwas vortragen, etwas beweisen oder verrenne ich mich da in etwas und stehe am Ende mit nichts da, außer einer Menge Arbeit, die ich mir hätte sparen können? Es ist das Ungewisse, das mich plagt. Ich will ja eine Bachelor-Arbeit schreiben. Ich will einen guten Abschluss, ich will zum Master zugelassen werden und doch kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass das im Oktober alles so weit sein soll. Das ist nämlich die Frist, die ich mir selbst für meine Arbeit gesetzt habe.



Wahrscheinlich oder hoffentlich lesen das hier Leute, die das alles schon hinter sich haben und geben mir einen Rat, Tipp, was auch immer. Andererseits.. war es im Abi nicht früher genauso? Haben wir uns nicht auch schon Jahre davor den Kopf zerbrochen, wie es wohl sein wird, wenn wir endlich unser Abizeugnis in den Händen halten? Und als wir dann mit dem Studium angefangen haben, haben wir da nicht alle über die Abiprüfungen gelacht? Wie einfach sie waren im Gegensatz zum Studium? Das wir in jedem Semester sowas wie 3 Abiprüfungen schreiben und das ganz normale Klausuren sind?

Ich glaube, wir erschaffen uns manchmal unsere eigenen Monster. Vorstellungen, die wir so schlimm und furchterregend finden und denen wir lieber aus dem Weg gehen, als uns ihnen zu stellen. Dabei müssten wir nur einmal unserem Monster gegenübertreten und würden bemerken, dass es gar kein Monster ist. Es ist eine Aufgabe, die wir bewältigen können und die wir nur in Angriff nehmen müssen und schon ginge es uns besser.
Doch dafür braucht man Mut. Denn man kann sich niemals sicher sein, dass das Monster wirklich kein Monster ist. Es ist bequemer, ihm aus dem Weg zu gehen. Sich drum rum zu reden, sodass es von unserer Furcht und unseren Ausreden wächst und gedeiht und möglicherweise, auch wenn es zu Anfang keines war, später wirklich ein Monster ist. Voll gefressen und gestärkt durch unsere Angst.



Wir müssen Entscheidungen treffen, ob wir es leicht haben wollen oder wirklich etwas erreichen möchten. Ich weiß, was meine Entscheidung sein wird, auch wenn ich dafür meinen eigenen Schweinehund überwinden muss. Jedoch denke ich an meine Zukunft. An die Dinge, die sich hoffentlich erfüllen werden. Und für diese Zukunft ist der erste Schritt, den Bachelor abzuschließen.

Also gehe ich los.
Stelle mich meinem Monster.
Und werde hoffentlich gewinnen.



Bezugsquellen:
* Washi Tapes: Washi Tape Manufaktur*
* Hintergrund: photographersfriend*
* Notizbuch Orange: vom Quorn-Event // Alternative: Amazon*
* Notizbuch Schwarz: Amazon*
* Kalender: Amazon*

Liebe Grüße
Laura

* Die Produkte wurden mir für diesen Post zur Verfügung gestellt. // Amazon Affilates Link

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