19. Oktober 2014

{Interior} my workplace

Bei Instagram hatte ich es ja schon angedeutet. Eine große Veränderung durchlief in den letzten Wochen mein Zimmer. Da dies auch eine tolle Gelegenheit ist, euch jene Veränderung zu zeigen, erweitere ich heute offiziell meinen Blog um die Kategorie Interior. Man muss sich ja auch weiterentwickeln, nä?

Das bedeutet für euch jediglich, dass ich euch einen Einblick in meine vier Wände gewehre und euch ein paar Einrichtungsmöglichkeiten/-vorschläge zeige, die ganz nach meinem Geschmack sind und vielleicht ein paar von euch inspirieren werden. Für mein Zimmer habe ich die letzten Wochen wirklich unglaublich viele Dawanda-Seiten durchstöbert. Ich liebe diese Seite einfach. Gerade unter der Rubrik Wohnen + Leben** gibt es tolle, selbstgemachte Sachen.




Bevor ich damit beginne, möchte ich eine bestimmte Frage, die höstwahrscheinlich in ein paar Köpfen rumschwirrt, beantworten und begründen, aber mich nicht rechtfertigen. Ja, ich wohne noch zu Hause. Ja, das ist für viele unvorstellbar, da ich ja jetzt immerhin schon 22 (!) Jahre alt bin.
Es gibt einige Fragen, die die Leute einfach brennend interessieren und wo sie gerne ihren Senf dazu geben, obwohl es sie im Prinzip gar nichts an geht. Das ist so eine Frage: Wieso bist du noch nicht ausgezogen?

Meine Gründe dafür sind vielschichtig. Einerseits ist es natürlich die Bequemlichkeit. Die Mieten in Berlin sind nicht gerade billig. Bafög möchte ich nicht in Anspruch nehmen, da ich nach meinem Studium nicht schon Schulden abbezahlen möchte. Ich habe zwar einen Nebenjob, aber als Studentin kann ich nicht genügend arbeiten und parallel studieren, um mir eine Wohnung auch so zu finanzieren. (Ohne andere Unterstützung)
Dazu kommt noch der Blog. Jetzt habe ich noch viele Freiheiten, muss mir nicht so viele Sorgen machen und kann mehr Zeit in meinen Blog investieren. Das ist mir wichtig und ich möchte dort auch momentan keine Abstriche machen.
Mein dritter Punkt betrifft meine Beziehung. Es ist eine Fernbeziehung zwischen Hamburg und Berlin. Ich pendle sehr viel, zahle Bustickets, Zugtickets etc. und bin oft in Hamburg und kann dann deshalb ebenfalls in der Zeit nicht arbeiten gehen. Außerdem sehe ich nicht ein, Miete für eine teure Wohnung zu bezahlen, die ich nur zur Hälfte nutze. Und es ist ja wohl selbstredend, dass ich auch hier keine Abstriche machen möchte.
Ebenfalls ist es natürlich schön, sein verdientes Geld in Reisen, Verstaltungen, Konzerte und so weiter zu investieren, was ich mir jetzt noch gönnen möchte, solange es eben geht.

So.. jetzt habe ich mich doch irgendwie gerechtfertigt. Naja, das ist einfach eine Frage, die mir oft gestellt wird und ich verstehe einfach nicht, wieso die Leute einen immer dazu drängen müssen, endlich auszuziehen. Es geht sie doch wirklich nichts an oder?
Ich wollte das nur vorweg greifen. Jetzt gehts endlich los mit meinem Arbeitsplatz!



Mein Arbeitsplatz ist eigentlich der meistgenutzte Ort in meinem Zimmer. Hier arbeite ich für die Uni und an meinem Blog. Hier steht mein Laptop und deshalb verbringe ich hier die meiste Zeit, wenn ich zu Hause bin. Mir ist es immer wichtig gewesen, an einem Arbeitsplatz zu sitzen, wo es viel Licht gibt. In einem dunklen, schattigen Ort kann ich nicht gut arbeiten. Wenn ich die Sonne sehe, werde ich automatisch auch gleich viel motivierter und produktiver.

Auf den Bildern sieht er jetzt natürlich schön augeräumt aus. Das ist leider nicht so im Normalfall. Es ist nicht so, dass ich unordentlich bin, aber wenn ich beispielsweise anfange zu lernen oder andere Hausarbeiten erledige, entwickelt es sich irgendwie automatisch zu einem riesigen Chaos. Deshalb war es mir auch wichtig, einen großen Schreibtisch mit viel Platz zu haben. Den brauche ich wirklich beim Arbeiten.






Die Schreibtischecke ist irgendwie durch die große Renovierung zu meiner Fotoecke geworden. Abgesehen von den Bildern an der Wand (die ihr im Post etwas weiter unten sehen könnt), habe ich hier auch noch meine große Automatenfotos-Sammlung. Ich mache diese Fotos sehr gern, hatte aber lange Zeit keinen Platz für sie. Ihr seht ja selbst wieviele das sind. Daher habe ich mir diese Pinnwand gebastelt und alle meine Fotos dort rangeklemmt. Jetzt sind sie alle an einem Platz. Es sieht zwar etwas wuselig aus, allerdings stört mich das nicht, da es die restliche Ordnung etwas aufbricht.

Voll stellen wollte ich die Ecke allerdings nicht. Es wird sowieso schon unordentlich genug, wenn bei mir mal wieder der Arbeitswahnsinn ausbricht, da kann ich nicht noch lauter Dinge gebrauchen, die mir im Weg stehen und Platz wegnehmen. Diese Dinge befinden sich in einer anderen Ecke des Zimmers. Lediglich die Teelichter von Lili’s Loft* und ein altes Schmuckkästchen haben es dort hin geschafft, da es mir sonst doch etwas zu leer wäre.






Auf meinem Tisch befinden sich “noch” meine Dinge, die ich immer mal brauche und es sich nicht lohnt, sie wegzupacken. Das wären einmal meine Terminplaner. Der schön illustrierte, obere ist von HerrPfeffer*. Ansonsten noch Stifte, Schere, Radiergummi etc. Basissachen für die Arbeitsbewältigung.

Ihr seht, mit meinen Wänden ist es schwierig mit Bilder aufhängen. Deshalb muss ich immer etwas erfinderisch sein und habe mich für diese Anordnung entschieden. Ehrlich gesagt, gefällt sie mir sehr gut, da sie für mich wie ein Rahmen um meinen Arbeitsplatz ist.



Die Prints sind von folgenden Shops:

Bild “stay wild at HEART” mit Katze: PrintsEisenherz*
Bild “where there are ponys”: PrintsEisenherz*
Bild “GOT MY HEAD IN THE CLOUDS”: typealive*
Bild “Das Leben ist schön”: typealive
Bild Mädchen im Heißluftballon: HerrPfeffer*
Bild Kranich: PrintsEisenherz*
Bild Mädchen im Meer: Hellicopter*






Wenn ich die Illustrationen so sehe, bin ich schon immer ein bisschen traurig, dass ich nicht selbst so gut Zeichnen kann. Leider bin ich wirklich, was das betrifft, total talentfrei auf diese Welt gekommen. Meine Stärken sind da eher im musikalischen Bereich.. ;)

Eine Kuscheldecke hängt immer bei mir über dem Stuhl. Ich bin leider eine Person, die sehr schnell fröstelt, aber nicht so schnell deshalb die Heizung anmacht. Deshalb muss ich mir ja irgendwie anders helfen und werfe mir dann lieber die Decke um.





Bezugsquellen:

Tisch: Ikea
Regale: Ikea
Tischlampe: Stilherz*
(10% Rabatt mit dem Code “HIMBEERMARMELADE” ab einem Bestellwert von 50€)
Schere: Cinnamonhome*
Bilderbrett: selbstgemacht
Teelichter: Lili’s Loft*
(15% Rabatt mit dem Code “Himbeer”)
Kalender: HerrPfeffer*
Becher Mädchen: Hellicopter*
(15% Rabatt mit dem Code “HIMBEERHERBST”)
Decke: H&M HOME
Brillenetui: Lili’s Loft*

Liebe Grüße
Laura

* Die Links führen zu meinen Kooperationspartnern. Die Artikel wurden mir vom jeweiligen Shop für diesen Post zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

Tags: , , , , , , Categories: DIY, Einrichtung, Sponsoring

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14. Oktober 2014

{Tasty Tuesday} Streuselapfelkuchen

Nachdem es den versunkenen Apfelkuchen gab, soll es heute mit dem Streuselapfelkuchen weitergehen. Ich liebe den Herbst ja auch unteranderen für diese ganzen Kuchen. Wenn Äpfel und Birnen und Pflaumen reif und bereit zum Essen sind! Leckere Früchte. Daher lasse ich es mir natürlich auch nicht nehmen, diese einfach in allen möglichen Varianten zu verabeiten. Der Streuselkuchen ist ja ein absoluter Klassiker und muss daher unbedingt nachgebacken werden!



Nachdem ich ja die letzten Monate etwas Semesterferien hatte, war heute wieder mein erster Unitag. Ehrlich gesagt ist meine Begeisterung so mittel.. Ich freu mich zwar auf die Fächer, habe aber momentan so das Gefühl, als hätte ich so viele Sachen auf meiner Liste, die noch erledigt werden wollen und irgendwie kommt immer nur mehr dazu, als das es weniger wird.



Beispielweise hatte ich jetzt letztens eine große Renovierung bei mir zu Hause und ihr dürft euch in nächster Zeit auf jede Menge Einrichtungposts freuen. Ich hoffe, ihr freut euch wirklich. Es ist ja eine neue Richtung, in die ich damit gehe und ich werde mal schauen, ob ich das auch gut umsetzen kann. Mir macht es jedenfalls Spaß einzurichten, umzugestalten und umzuräumen. Euch auch?



Zutaten:
5-6 Äpfel
250 g Mehl
125 g Butter
100 g Zucker
2 TL Backpulver
1 Ei
1 Pck. Vanillezucker
50g Rosinen

Für die Streusel:

150 g Mehl
50 g Margarine, oder Butter
50 g Zucker
1/2 Pck. Vanillezucker

Alle Zutaten, bis auf die Rosen und Äpfel in eine Schüssel geben und gut gleichmäßig zu einem Teig verarbeiten.

Eine Springform fetten und den Teig hinein geben und leicht andrücken.

Die Äpfel schälen und in Scheiben schneiden.

Die Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und ebenfalls zu einem Teig verarbeiten. Die Äpfel auf den Teig in der Springform legen.

Den Streuselteig auf dem Äpfeln verteilen, sodass kleine Flocken entstehen. Anschließend die Rosen darüber geben.

Bei 175°C für ca. 60 Minuten backen. Fertig!




Zudem kommt noch hinzu, dass mein Freund ebenfalls jetzt umgezogen ist. Insgeheim hoffe ich ja schon, dass ich da ein bisschen bei der Gestaltung mitreden darf. Wenn ich das tatsächlich schaffen sollte, werde ich euch dann auch hier gerne darüber informierung und euch vielleicht ein wenig Inspiration geben.



Ihr seht also, es ist mal wieder viel zu tun. Schließlich und endlich nähern wir uns immer mehr Weihnachten und auch dieses Jahr möchte ich euch ein paar Adventskalender zeigen, die aber auch noch gestaltet werden sollen.. ach ja und Uni und Arbeit hab ich ja auch noch.. Mist

Liebe Grüße
Laura

Tags: , , , Categories: Rezepte

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12. Oktober 2014

Istanbul {travelguide}

Istanbul hat mir wirklich sehr gut gefallen! Es ist vielleicht nicht die Stadt, zu der es mich wirklich immer wieder hinzieht (wie zum Beispiel London oder Barcelona), aber ich gehe voll mit, wenn man sagt, man muss einmal in Istanbul gewesen sein. Ich hab mir viele nützliche Dinge davor durchgelesen, was man über Istanbul wissen muss und habe in diesem Travelguide nun alle für mich wichtige Informationen zusammengetragen.




Wie immer bedenkt, dass dies meine persönliche Meinung ist, die auf meinen Erfahrungen beruht, die ich dort gemacht habe. Wie immer würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir noch weitere Tipps unten in die Kommentare schreibt, falls ihr auch schon mal in Istanbul gewesen seid. Wer weiß, vielleicht verschlägt es mich ja doch irgendwann nochmal dahin!

Nach Istanbul kommt man von Europa relativ leicht mit dem Flugzeug. Zu empfehlen ist der etwas unbekanntere Flughafen “Sabiha Gökçen” (SAW), da dieser von den Billigfluglinien (easyjet, germanwings..) angeflogen wird. Er liegt auf der asiatischen Seite Istanbuls. Wir selber flogen mit germanwings, da diese Fluggesellschaft die meisten Flüge innerhalb Deutschlands anbietet und dazu auch noch relativ günstig. Man kann mit germanwings von Berlin-Schönefeld, Dortmund, Hamburg, Köln/Bonn, und Stuttgart nach Istanbul fliegen. Nachteil ist, dass er etwas weiter weg liegt, als der größere und bekanntere Flughafen “Atatürk” (IST). Jedoch gibt es für “Sabiha Gökçen” Shuttlebusse, die dich zum Taksim-Patz oder zum Hafen in Kadiköy fahren. Das ganze wird von der Busgesellschaft Havaş betrieben. Falls ihr wieder zurück fliegen wollt, solltet ihr euch an den Ort begeben, wo ihr rausgelassen wurdet. Die Busse fahren auch wieder zurück zum Flughafen. (Vom Taksim-Platz alle halbe Stunde.) Eine Fahrt kostet 13 TL.



Bilder (c) A Plus Residence

Eine wirkliche Perle fanden wir schon bei unserer Unterkunft. Über Booking.com suchten wir nach Hotels und Unterkünften am und um den Taksim-Platz (Danke nochmal für diesen tollen Tipp, Sera!!) und fanden dabei die A Plus Residence. Die guten Bewertungen und die Beschreibung hat uns mehr als angesprochen. Wir zahlten für eine Woche insgesamt 464€, was sich aber mehr als lohnte für die Lage und den Service. Es war sehr nah am Taksim-Platz, wodurch wir immer gleich mitten im Geschehen waren. Die drei Hosts waren super nett, versuchten uns immer alle Wünsche die wir hatten, zu erfüllen, waren immer da, wenn man sie mal brauchte und fragten immer nach, ob alles zu unserer Zufriedenheit ist. Wir hatten einen Fernsehr, einen kleinen Kühlschrank, freies W-Lan und Wasser (sehr wichtig in Istanbul!) und eine hochmoderne Klimaanlage. Wer also etwas mehr für seine Unterkunft ausgeben möchte, dem würde ich die A Plus Residence sehr an Herz legen.

Zu dem obligatorischen Touriprogramm in Istanbul gehören natürlich auch die Moscheen. Um den Islam kommt man gar nicht drum herum, wenn man sich dort befindet. Es ist viel präsenter, als bei uns beispielsweise das Christentum. So wird zum Beispiel fünf Mal täglich über Lautsprecher in ganz Istanbul zum Gebet aufgerufen. Dies dauert immer einige Minuten (übrigens auch um fünf Uhr morgens, aber man gewöhnt sich schnell daran) So ist es also auch, dass man in Moscheen geht. Wir selber schafften nur zwei von den wichtigsten.


Aya Sofya (Hagia Sophia) – Ayasofya Meydanı, Sultanahmet Fatih, 34400 Istanbul
Tram: T1 Sultanahmet
Eintritt: 30 TL = 10,70€ (Stand Juli 2014)

Fazit: Wir waren froh, dass ihr einmal da waren. Den Preis fanden wir allerdings ganz schön happig, für Istanbulverhältnisse. Sie müssen ihn auch grade erst erhöht haben, da in allen aktuellen Reiseführern und im Internet noch ein Preis von 20-25 TL angegeben wurde. Dennoch ist es eine bedeutende Stätte und viele Informationen bzw. Filme, die dort gezeigt wurden, waren sogar auf Englisch, was leider nicht selbstverständlich ist. Dennoch solltet ihr einen Reiseführer dabei haben, der euch genau erklärt, wo alles ist, da man doch sonst sehr ratlos durch die Gegend läuft.

Sultanahmet Camii (Sultan-Ahmed-Moschee // Blaue Moschee) – Sultan Ahmet Mh., Torun Sk No:19, 34400 Istanbul

Tram: T1 Sultanahmet
Eintritt: kostenlos

Fazit: Da dies noch eine genutzte Moschee ist und kein Museum, war hier der Eintritt kostenlos. Dafür gibt es hier aber auch strenge Bekleidungsregeln. Männer müssen lange Hosen tragen und lange Hemden/Oberteile. Frauen tragen lange Kleider (auch nicht nur 3/4 lang) und lange Oberteile. Dekolleté muss ebenfalls bedeckt sein. Außerdem ist ein Kopftuch erforderlich. Wenn ihr die Sachen nicht habt oder sie vergessen habt anzuziehen, bekommt ihr auch dort entsprechende Kleidung (ebenfalls, wenn das Personal findet, dass eure Sachen immernoch zu freizügig sind). Aber keine Angst, zwar wirkt es von außen, als super streng, aber im Endeffekt hat es gereicht, dass ich das Kopftuch locker um meinen Kopf gewickelt habe, genauso wie den Rest.

Auch wenn die Moschee wunderschön ist, fand ich die Atmosphäre irgendwie ein bisschen komisch. Es gab abgetrennte Bereiche – einen Gebetsraum und einer, wo die Touristen ihre Fotos machen können. Dennoch stell ich es mir nicht so schön vor, in Ruhe beten zu wollen und dabei die ganze Zeit Fotogeknipse und “Ohhs” und “Ahhs” von nebenan zu hören. Genauso kam ich mir etwas abgeschoben vor. Uns wurde gleich klar gemacht, dass die Touristen in die Gebtsräume nicht rein dürfen und im anderen Raum (es war wirklich nur ein Raum) kriegen, was sie sehen wollen. Dennoch war es ein beeindruckender Bau.


Zwar keine Moschee, aber ein Palast:

Yerebatan Sarnıcı (Versunkener Palast) - Alemdar Mh., Şeftali Sk No:6, Fatih, 34400 Istanbul
Tram: T1 Sultanahmet
Eintritt: 20 TL = 7,14€ (Stand: Juli 2014)

Fazit: Den Freund kann man zu diesem Palast leicht locken, da hier sowohl ein James Bond, als auch Jackie Chan Film gedreht wurden. Es ist wortwörtlich ein Palast, der versunken scheint, es aber natürlich nicht wirklich ist. Er wurde schon von anfang an unterirdisch gebaut und diente als Wasserspeicher für den Großen Palast. Es ist ein wirklich sehr beeindruckendes Bauwerk (nicht nur, weil hier auch Filme gedreht wurden), da die Säulen, die aus unterschiedlichen Klöstern stammen, alle angeleuchtet werden und es einfach atemberaubend aussieht. Leider stimmte auch hier der Preis im Internet und den Reisebüchern nicht, weshalb wir auch hier wieder vom Preis überrascht wurden.




Wer wirklich das Lebensgefühl von der Stadt mitbekommen möchte, weit weg von Touristenattraktionen und Sehenswürdigkeiten, würde ich empfehlen, in kleinere Gassen zu gehen oder sich eine schöne Ecke am Bosporus zu suchen. Allerdings auf der Seite im Stadtteil Beyoğlu. Dort ist es nicht so Touristenüberladen und viele Türken gehen selbst dort hin. Es gibt da viele “strandartige” Stände. Dort solltet ihr euch in die Sitzkissen setzen, Çay (türkischer Tee) trinken, wenn ihr wollt eine Shisha rauchen und unbedingt Backgammon spielen. Wenn ihr dann dort so sitz, seht wie langsam die Lichter angehen, die sich dann im Wasser spiegeln, die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwindet und euch trotzdem noch kein bisschen kalt ist, sondern eher eine angenehme Wärme spürt.. glaubt mir, dass ist das absolut größte!


Ein großer Punkt auf euer Liste von Dingen, die ihr in Istanbul sehen solltet, sind die Basare. Sie sind zwar voll und man muss aufpassen, dass man nicht abgezockt wird, aber sie sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Übrigens hat Coco mal einen tollen Artikel über das Feilschen geschrieben und was man dabei am besten beachten sollte. Solltet ihr wirklich einen Basar besuchen, ist dieser Artikel Gold wert. Es gibt zwei wichtige Basare, die wir besucht haben und die ich euch hier jetzt vorstelle.


Kapalı Çarşı (Großer Basar) – Beyazit/İstanbul, Istanbul
Tram: T1 Beyazıt-Kapalıçarşı oder Bus: İETT Beyazıt Otobüs Durağı

Fazit: Ich habe ihn mir etwas anders vorgestellt, als er am Ende war. Ich stellte mir wirkliche Stände vor, jedoch waren es im Prinzip viele, viele Geschäfte nebeneinander. Dies ist jetzt allerdings nicht negativ gemeint. So unglaublich voll war es auch nicht. Man konnte sich trotzdem noch relativ frei bewegen. Zu kaufen gab es wirklich vieles, jedoch auch gerade für Touristen viel zu überteuert. Ihr solltet also hier auf jeden Fall feilschen und nicht den ersten Preis akzeptieren. Er hat eine tolle Atmosphäre, aber man merkt schon, dass er eher für Touristen ausgerichtet ist.

Mısır Çarşısı (Ägyptenbasar // Gewürzbasar) – Rüstem Paşa Mahallesi, 34116 İstanbul
Tram: T1 Eminönü

Fazit: Um einiges voller und beengter als der Große Basar, jedoch auch dadurch, dass er viel kleiner ist. Doch für mich hatte dieser trotzdem viel mehr Basarcharakter. Überall Stände mit exotischen Gewürzen und Gerüchen die in der Luft lagen. Die Einheimischen kaufen hier selbst auch ein und den Unterschied merkt man schon. Jedoch ist er auch relativ schnell abgelaufen. Ich würde euch aber empfehlen, dort Gewürze zu kaufen, da sie wirklich sehr anders sing, im Vergleich zu uns bekannten Gewürzen.



Weitere Sehenswürdigkeiten / Touren:

* Bosporusfahrt
Tram: T1 Eminönü
Preis: 10 TL = 3,57 € (Stand: Juli 2014)

Fazit: Sie ist zwar billig und ich habe mich wirklich auf diese Fahrt gefreut, aber man bekommt auch nicht mehr, als 90 Minuten auf einem Schiff zu sitzen. Es war schön anzusehen, aber leider gabs keinerlei Erklärungen, was genau man dort jetzt gesehen hat. Weder auf englisch, noch auf türkisch. Übrigens würde ich mich auf keine Privatfahrten einlassen, die angeboten werden. Dort wird man oft nur über das Ohr gehauen, da sie völlig überteuert sind.

* Galataturm (Galata kulesi)
Metro: M2 Şişhane

Fazit: Ich selbst war nicht auf dem Turm, deshalb konnte ich nichts über den Preis sagen. Dennoch wäre ich eigentlich gern darauf gegangen, um eine schöne Aussicht über Istanbul zu haben. Ihr solltet beim Eintritt mit 6-10€ rechnen.


Ein Tipp, der anscheinend gar nicht so bekannt ist, sind die Prinzeninseln, auf türkisch Adalar. Dies ist eine kleine Inselgruppe, wo früher die Prinzen und Prinzessinnen hingeschickt wurden, wenn sie sozusagen “Hausarest” hatten – daher auch der Name. Bei den Türken selber ist es ein beliebtes Ausflugziel, falls man mal genug von der Großstadt hat und man mehr das Urlaubs-Strand-Feeling haben möchte. Wir selbst waren zwei Mal dort, auf zwei verschiedenen Inseln. Es war beide Male traumhaft schön. Ob man nun baden will (empfehlenswert ist dafür Heybeliada, da hier das Wasser am saubersten ist) oder einfach nur ein bisschen die Insel und die Klöster erkunden möchte, kann man hier alles machen. Es gibt auch Kutschen, die dich bequem durch die gesamte Insel fahren. (Ungefähr 25 TL Kosten) Neben den Fahrrädern sind sie das einzige Verkehrsmittel, da Autos dort verboten sind. Nur die Polizei oder Transporter dürfen ein Auto benutzen.
Abfahrt von Istanbul ist ab der Station Kabataş, die auch von der Tram T1 angefahren wird. Von da aus steigt man in die Fähre, die ca. 60-90 Minuten braucht. Die Fahrt kostet 6 TL = 2,14€ (Stand: Juli 2014)


Da wir nicht so sonderlich oft im Restaurant gegessen haben, sondern oft etwas im Supermarkt oder auf der Straße, habe ich nicht so viele Tipps für euch. Jedoch ein paar und die teile ich natürlich gern mit euch!

Galata Konak Cafe
Bereketzade Mah. Hacı Ali Sk. No:2, 34420 Istanbul
Wer gerne auswärts Frühstücken würde, sollte sich unbedingt hierhin begeben. Da das Cafe über eine Dachterasse verfügt, hat man einen tollen Blick über Istanbul. In der Speisekarte gibt es typisch europäisches Essen, aber auch ein paar türkische Spezialitäten.

Medi Şark Sofrası
Kucuk Parmak KapI Sokak No: 46a, Istanbul
Dieses Restaurant fanden wir durch Zufall in einer Seitenstraße und es sprach uns sofort an. Von der Decke hing Efeu und der Kellner begrüßte uns freundlich. Es wirkte alles super gemütlich mit den großen orientalischen Tischen. Das Essen war ebenfalls reichlich und sehr günstig.

Asmali Cavit
Asmalimescit Cad. No16/D | Beyoglu, Istanbul
Ein wirklich typisches Essen (zumindest was die Vorspeisen betrifft) findet man hier. Das Prinzip ist ganz simpel. Der Kellner kommt mit vielen Vorspeisen auf einem Servierwagen und ihr sucht euch so viele aus, wie ihr wollt (eine Vorspeise kostet ca. 7 TL). Das schöne ist, es ist typisch türkisches Essen, was man vielleicht selbst noch nicht so kennt. Die Vorspeisen teilt man dann unter der Gruppe auf. Danach geht es dann ganz normal mit dem Hauptgang weiter!


Istanbul ist relativ gut vernetzt. Die wichtigste Bahn ist hier die T1, womit du zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten gelangst. Eine Einzelfahrt kostet umgerechnet 4 TL = 1,40€ (Stand: Juli 2014). Auf Dauer empfehle ich euch allerdings die Istanbulkart zu nehmen. Dies ist eine wieder aufladbare Karte, wo die erste Fahrt 2,15 TL = 76 Cent und die zweite Fahrt innerhalb von 2 Stunden 1,45 TL = 51 Cent kostet. Es ist also erheblich billiger als in Deutschland. Problem ist nur, dass dies keine Zeitkarten sind. Das heißt, du zahlst immer 2,15 TL, egal ob du zwei Stationen oder 20 Stationen fährst. Manchmal etwas ärgerlich, wenn man wirklich nur eine kurze Strecke fährt. Die Karte zu bekommen, ist ebenfalls etwas schwierig. An den meisten Automaten wird es zwar angeboten, aber dort sind sie oft schon ausverkauft. Man kann aber sie auch an Kiosken kaufen. Man findet solche leicht, wenn man sich nach Schildern umsieht, wo Istanbulkart drauf steht. Aber Vorsicht! Uns wollten sie übers Ohr hauen, indem sie uns zwei Karten verkaufen wollten. Man kann sich aber auch eine Karte teilen, solange genug Geld darauf ist. Es ist nicht nötig, für jede Person eine Karte zu besorgen. Sie kostete bei uns 20 TL, wobei 7 TL Guthaben waren. Man kann es glaube ich auch billiger an Automaten bekommen, aber wir waren froh, dass wir überhaupt endlich eine Karte hatten.


Soo! Das wars dann auch schon. Ich habe sehr viel Arbeit in diesen Post gesteckt und würde mich natürlich freuen, dass euch die Tipps weiter helfen. Wenn ihr mal Istanbul besucht und meinen Travelguide dafür benutzt, würde ich mich natürlich auch freuen, wenn ihr mir Bescheid gebt!

Habt ihr Tipps oder Ergänzungen für Istanbul? Vielleicht fahre ich ja doch nochmal irgendwann dahin, dann würde ich mich sehr über eure Vorschläge freuen!

Eure Laura

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